April 2018 - Frankiermaschine TN Postalia

Mit der TN Postalia Frankiermaschine wurden Postsendungen mit einem Gebührenstempel bedruckt. Auf diese Weise konnten große Mengen Briefe in relativ kurzer Zeit automatisch frankiert werden. Anstatt Briefmarken auf die Sendungen zu kleben, wurde die Postgebühr bar verrechnet. Dazu musste beim Postamt eine Gebührenzahlung erfolgen. Dieser Betrag wurde durch den Postbeamten direkt in der Maschine eingestellt und durch eine Plombe verschlossen. Der eingestellte Betrag konnte nur durch Frankieren verbraucht werden. Diese Handfrankiermaschine, oder auch Freistempler genannt, wurde von der Firma Telefonbau und Normalzeit in Frankfurt am Main hergestellt. Benutzt wurden diese Geräte in Büros und Poststellen.

 

März 2018 - Bücher von Wilhelm Däumer

 

Der Heimatforscher Wilhelm Däumer, dessen Todestag sich in diesem Monat zum 50. Male jährt, wurde 1888 auf dem Hof Dürhölten geboren. Als im Jahr 1921 der elterliche Hof seit 100 Jahren im Familienbesitz war, verfasste Däumer die erste Hof- und Familiengeschichte. Im Jahr 1925 gab Däumer im Verlag Flug, Werdohl, die „Beiträge zur Geschichte der Industrie der Gemeinde Herscheid“ heraus. Anfang der Dreißigerjahre veröffentlichte er die Geschichte der Kirchengemeinde und des Schulwesens im Sonntagsblatt der evangelischen Kirchengemeinde. Anlässlich der Einweihung des Martin-Luther- Hauses im Jahr 1934, erschien von dem Heimatforscher der Band  „Die Kirchengemeinde Herscheid und ihre achthundertjährige Geschichte“ Vor 60 Jahren folgte dann die Zusammenfassung von Wilhelm Däumers jahrzehntelanger heimatkundlicher Forschung Im Jahr 1958 Jahr erschien im Verlag des Süderländer Tageblatts in Plettenberg das Buch „Die Geschichte der Gemeinde Herscheid“. 

Steckbrief Wilhelm Däumer:

Geboren: 08.11.1888 in Herscheid-Dürhölten
1909: Erste Lehrerprüfung in Herdecke
1914: Erstes Lehramt an der Volksschule Nachrodt-Obstfeld
1919: Abschlussexamen in Geschichte und Erdkunde
1921: Rektorprüfung in Münster
1925: Veröffentlichung „Beiträge zur Geschichte der Industrie der Gemeinde Herscheid
1926: Rektor der Unterstadtschule in Wetter
1934: Veröffentlichung „Die Kirchengemeinde Herscheid und ihre achthundertjährige Geschichte“
1958: Veröffentlichung „ Die Geschichte der Gemeinde Herscheid“
1962: Verleihung Bundesverdienstkreuz
Gestorben 14.03.1968 in Wuppertal

 

Februar 2018 - Dachziegelschneider

Dieser Dachziegelschneider, der ungefähr aus dem Jahr 1940 stammt, trägt den vielversprechenden Namen "Rapido". Das Wort kommt aus dem italienischen und bedeutet "Schnell". Dieses Gerät wurde und wird auch heute noch vom Dachdecker benötigt, um Ziegel an den Graten und Kehlen des Dachs auf die richtige Form und Größe zurechtzuschneiden. Durch Druck von oben und unten wird der Dachziegel gespalten. Mithilfe eine Hebebolzens wird ein Meißel auf den Ziegel gedrückt, der auf einem Schneiderädchen oder einem weiteren Meißel liegt. Durch die Hebelwirkung reicht schon ein geringer Kraftaufwand. Mit diesem Exponat lassen sich Dachziegel schnell, staubfrei und sauber auf die gewünschte Größe zuschneiden.

Januar 2018 - Lenkschlitten

Dieser Lenkschlitten dürfte in etwa aus den 1920er Jahren stammen. Traditionell wurden solche Rodelschlitten aus Eschen oder Buchenholz gefertigt und mit eisenbeschlagenen Kufen versehen. Der Schlitten, der sich im Herscheider Spieker befindet, verfügt über geteilte Kufen und ist über ein Lenkrad zu steuern. Der Hintermann auf diesem 2-Sitzer ist für die Betätigung der beidseitig angebrachten Bremsen zuständig. Da Rodelschlitten, im Gegensatz zu Skiern weniger Schnee brauchen, sind sie gerade in Gegenden mit wenig Schneefällen weit verbreitet. Auch in Herscheid wurden Schlitten hergestellt; unter anderem in der Holzfabrik Paul Schulte in Verse. Mittlerweile sieht man an den Rodelhängen überwiegend Lenkbobs aus Kunststoff, da diese leichter und wendiger sind.